#Kraft(W)Ort Nr. 29

Anpassung bedeutet nicht,
sich selbst zu verlieren,
sondern zu lernen
mit anderen zu tanzen.

Nun habe ich in den letzten KraftWorten des öfteren über die Wichtigkeit des Selbst sein, bei sich bleiben, nicht anpassen, also über Authentizität geschrieben.

Eine Schwierigkeit, die sich dabei ergeben kann, das melden mir auch manche Klienten zurück, ist:
„Wenn ich mich selbst mag und bei mir bleibe, mögen mich die anderen nicht.
Wenn ich mich so verhalte, wie alle anderen es erwarten, mag ich mich selbst nicht.“

Ein Klient fragte mich: „Was muss ich tun, um dazu zu gehören?“
Meine Antwort: „Nichts! Sei einfach Du selbst!“

Klingt einfach, ist es aber nicht. Wir Menschen sind soziale Wesen und möchten dazu, also zur Gesellschaft gehören und trotzdem unsere Integrität wahren.
Natürlich könnte ich sagen: „Sei freundlich zu den anderen, erzähl ein paar Witze, bringe einen Kuchen mit.“

Das schadet zwar mit Sicherheit nicht, allerdings geht es nicht darum. Es geht darum, in einer Gemeinschaft integriert zu sein, auch wenn man keinen Kuchen mitbringt oder Witze erzählt.

Mir ist zu der Situation meines Klienten ein Bild eingefallen. Und zwar kennen wir alle die Partys oder Tanzabende von früher. Während manche als Paar innig und harmonisch zusammen getanzt haben, gab es aber auch welche, die alleine tanzen wollten. Manche tanzten zwar alleine für sich, aber in einer kleinen Gruppe. Und, es gab immer mindestens eine Person, die ganz alleine für sich im Abseits tanzte.
Andere wiederum tanzten gar nicht. Sie saßen auf ihrem Stuhl und warteten darauf, aufgefordert zu werden. Sie wußten nicht, wie sie tanzen sollten, also wie man „richtig“ tanzt.

Hinzu kommt, dass nicht jeder die gleiche Musik mag. Die einen tanzen gerne zu zweit einen Walzer, die anderen wiederum alleine zu Rockmusik.

Zu welcher Musik man, alleine oder zu zweit, tanzen möchte, bleibt einem selbst überlassen. Allerdings wäre es von Vorteil, wenn man zu einer Gemeinschaft gehören möchte, überhaupt zu tanzen. Und zwar sowohl zu eigenen Melodien, als auch hin und wieder zu denen der anderen.
Denn es gibt manchmal auch Lieder, die uns nicht so gut gefallen, aber wir tanzen trotzdem eine Weile mit, weil es in der Runde gerade so einen Spaß macht.
Das heißt, Teil des Ganzen sein, sich aber auch immer wieder herausziehen und zur eigenen Melodie tanzen.

Zurück zum Alltag: Man kann und sollte immer wieder an seiner Art der Kommunikation mit seinen Mitmenschen arbeiten und herausfinden, wo die Schwachstellen oder Missverständnisse liegen. Man kann entdecken und herausfinden, wie eine Gruppe tickt (Gruppendynamik) oder aber man kann sich verbiegen, um in die Runde zu passen. Das ist ein großer Unterschied und trotzdem ist es auch ein sehr schmaler Grat.

Letztendlich aber verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens mit uns selbst und deswegen sollte die innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und vor allen Dingen unsere Integrität über allem anderen stehen. Immer!

Mir persönlich sind seit jeher die stillen, introvertierten Menschen, die alleine in einer dunklen Ecke nur für sich tanzen lieber als die aufdringlichen, die vor allen anderen eine merkwürdige Tanzshow abliefern, bei denen man merkt, dass sie weder zu ihnen passen (geschweige denn, dass sie überhaupt tanzen können 😉

Zu sich stehen, authentisch sein, bringt in der Regel immer mehr Anerkennung und Wertschätzung, als sich unbedingt anpassen zu wollen.

💃

Also, Du ahnst schon meine Frage:
– Tanzt Du noch zu Deiner eigenen Melodie?
– Oder tanzt Du überwiegend zu der Musik der anderen?
– Wann hast Du das letzte Mal alleine getanzt?
– Tanzt Du überhaupt noch?

Lass’ es uns gemeinsam herausfinden, welche Melodie zu Dir passt und wie Du wieder Lust und Freude am Tanzen, am Tanz des Lebens, findest 😊

Ich freue mich über Deine Nachricht … denn mit Mut fangen die schönsten Geschichten an 💫I

ch glaube, ich höre jetzt „Dancing Queen“ … und tanze 💃😅

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