#KaffeeSatz Nr. 76

Hast du die Geduld zu warten,
bis dein Müll sich langsam legt
und das Wasser wieder klar ist?

– Lao Tse –

Es ist tatsächlich so, dass sich im Lauf der Jahre bei den meisten Menschen sehr viel persönlicher Müll ansammelt: zum Beispiel schlechte Gewohnheiten, alte Glaubenssätze, Verdrängungen, Ego-Geschichten, Wut, Trauer, Angst.


Und dieser Müll wird jetzt, in der Zeit von Home-Office und Kontaktsperre, ganz schön aufgewirbelt.
 Man hat plötzlich Zeit, mal genau zu beobachten, was da für ein mentaler Müll immer wieder hochkommt.

Nichts ist mehr wie vorher und man muss sich zwangsläufig mit dem eigenen Müll beschäftigen. Gleich, wo man in seinem eigenen Tümpel hintritt, überall wird Dreck hochgewirbelt.

Und nun ist auch die Zeit, um sich darum zu kümmern. Von Lust kann natürlich keine Rede sein. Es sind ja meistens nicht so angenehme Themen.
Aber solange man aus dem Tümpel nicht raus kann, muss man sich zwangsläufig anschauen, was da so hochkommt.

Das können Dinge sein wie:

– festgefahrene Überzeugungen: Dinge, von denen man früher immer dachte, dass es nicht geht: weniger arbeiten, HomeOffice, dieses Jahr mal nicht in Urlaub fahren, über zwei Monate mal nicht auswärts essen, mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Anfang des Jahres war das noch absolut unvorstellbar.

– Schlechte Gewohnheiten, die man aus Zeitgründen nicht ändern konnte: zuviel arbeiten, zu wenig Sport, zuviel ungesundes Essen

– Verdrängungen
Entscheidungen, die man schon längst treffen wollte, Situationen oder Dinge über die man sich schon länger eine klare Meinung bilden wollte, es aber immer wieder verdrängt und verschoben hat

– Ego-Themen: Ich bin der/die Größte, Schönste, Schnellste usw. und ich zeig’s allen! 


– Wut über andere oder sich selbst

– Trauer: alten Dingen oder anderen Menschen nachtrauern

– Angst: Existenzangst, Verlustängste usw.

Schau mal genauer hin, was kommt da immer wieder hoch? Welche Themen möchten immer wieder angeschaut werden?

Wenn Du die Geduld hast, zu warten, bis der Müll sich gelegt hat ist das in Ordnung. Du kannst den Müll auf dem Boden liegen lassen, bis er Dir das nächste Mal wieder um die Ohren fliegt.

Wenn nicht, gibt es eine zweite Möglichkeit. Du entrümpelst Deinen Tümpel.

Entmüllen ist natürlich die nachhaltigere Variante. Und zwar funktioniert das wie mit dem normalen Entrümpeln auch:
Stück für Stück anschauen und sich fragen: „Brauche ich das noch? Brauche ich diese Angst noch? diese schlechte Gewohnheit? diese alte Trauer? Wozu dient sie noch?“

Alles, was Du nicht mehr brauchst, was Dir nicht mehr dient, darfst Du mental gehen lassen.

Denn wenn das Wasser wieder klar ist, liegt eins klar auf der Hand:

Der klare Durchblick! Und somit eine entlastete Seele und befreiter Geist.

🌿🌿🌿

Welche Themen kommen bei Dir immer wieder hoch und welche davon magst Du nicht wirklich anschauen?
Welche Themen sind unumgänglich?

Hab’ den Mut, mal genau hinzusehen und entlaste Dich!
Ich unterstütze dich dabei.

Denn, mit Mut fangen die schönsten Geschichten an 💞💪

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